für eine lebenswerte Zukunft 19 »IN DEN 70ERN WAREN ÖLHEIZUNGEN STANDARD. WIR MÜSSEN ABER AUCH AUF DIE NÄCHSTEN GENERATIONEN SCHAUEN. ICH BIN FROH, DASS WIR AUF PELLETS UMGESTIEGEN SIND.« Katharina Sattler 50 Jahren errichtete Immobilie neu „aufgeblüht“ ist. In ihrem Bekanntenkreis habe es vorab skeptische Reaktionen gegeben: „Als ich erzählte, dass wir ausbauen und mit den Jungen zusammenziehen, haben die meisten geantwortet: ‚Des tät i net.‘“ Sie ließ sich davon Energie aus der Natur Mit der Sonne produziert die Familie Strom und Warmwasser, das Schwimmen im eigenen Teich gibt Jenny und Wolfgang viel Kraft. nicht beirren. Heute sagt sie: „Ich bin froh, dass wir es gemacht haben, ich kann es mir gar nicht mehr anders vorstellen.“ Als Besucher merkt man schnell: Das generationenübergreifende Zusammenleben ist im Hause Sattler eine Win-WinSituation für alle Beteiligten. Als Celine und Luca klein waren, hat Katharina Sattler oft und gerne auf sie aufgepasst. Auch im Krankheitsfall war sie schnell zur Stelle. „Und jetzt können wir die Oma jeden Tag unkompliziert besuchen. Weit haben wir ja nicht“, schmunzelt Celine. Ein weiterer wichtiger Faktor: „Die Oma ist eine Weltklasse-Köchin“, betont Luca. „Wenn ein Anfang da ist …“ Wichtig beim generationenübergreifenden Zusammenleben sei die Harmonie, betonen die Sattlers. „Wenn man sich gut verträgt, ist es wunderschön. Wir verstehen uns – trotz oder wegen der Nähe – sehr, sehr gut“, sagt Katharina Sattler. Manchmal müsse man an Beziehungen arbeiten. Aber: „Wenn man sich bemüht, funktioniert’s.“ Dieses Credo haben Jenny und Wolfgang auch beim Umbau des Hauses beherzigt. Ein Jahr lang arbeiteten die beiden in fast jeder freien Minute auf der Baustelle, dann war der Kraftakt geschafft. Der Dachboden wurde im Zuge des Ausbaus abgetragen, das Erdgeschoss entkernt, sprich: Nur die tragenden Wände sind erhalten geblieben. Katharina Sattler hat auch während des Umbaus fast immer im Haus gewohnt, nicht selten umgeben von Lärm, „Ziegel schupfenden Männern“ und DATEN & FAKTEN • 300 m2 Wohnfläche • 2023 von Heizöl auf Pellets umgestellt – daraus ergibt sich eine jährliche CO2-Einsparung von 4,3 Tonnen • Lagerraum mit Schrägboden und 6 Tonnen Kapazität • Thermische Solaranlage • Pufferspeicher mit 300 Litern • Photovoltaikanlage: 4,5 kWp
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