Dialog Marketing Report 2021
Mit gedrucktem Dialogmarketing Bekanntheit und Verkäufe steigern Mehr Spendings als je zuvor für digitale Werbung – Meistgenutzte Werbeform für Up und CrossSelling. – Große Unternehmen forcieren Kund*innenzeitungen und Kataloge. – Wachstumsrate der vergangenen Jahre deutlich abgeflacht. – Effizienzeinschätzung fast unverändert auf dem Niveau von 2018. Die zweitmeisten Spendings haben Unternehmen 2020 für gedrucktes Dialogmarketing ausgegeben: 915 Millionen Euro. Im Jahresvergleich ist das coronabedingt, wie bei klassischer Werbung, ein Minus von 8 Prozent. Während des ersten Lock- downs wurde ein noch höherer Rückgang von 12 Prozent erwar- tet. Am stärksten betroffen vom Spending-Rückgang: adres- sierte Werbepostsendungen mit einem Minus von 11 Prozent auf 213 Millionen Euro sowie Beilagen in Zeitschriften/Zeitun- gen mit einem Rückgang von 10 Prozent auf 101 Millionen Euro. Mit 306 Millionen Euro sind unadressierte Werbepost- sendungen erneut etatstärkstes Medium. Unadressierte Werbepostsendungen (15 Prozent) und Kataloge (17 Prozent) sind konstant genutzt geworden, die anderen Werbeformen haben Nutzer*innen verloren. Der Anteil für Produktionskosten ist mit 45 Prozent bei gedrucktem Dialogmarketing höher als bei klassischer und Onlinewerbung. Am höchsten ist der Anteil der Produktions- kosten bei Corporate-Publishing-Medien (60 Prozent) und bei Katalogen (54 Prozent). Den geringsten Anteil an den Produktionskosten nehmen mit 34 Prozent unadressierte Werbepostsendungen ein. Der Handel nutzt adressierte Werbesendungen mit 46 Pro- zent am stärksten, im Jahresvergleich blieb die Nutzung stabil. Im Tourismus sank die Nutzung um 16 Prozent auf 28 Prozent. Kataloge wurden von Unternehmen mit über 250 Mitarbei ter*innen 2020 deutlich häufiger genutzt (24 Prozent) als im Vorjahr (17 Prozent), auch der Einsatz von Kund*innen- zeitungen wurde ausgebaut: Knapp jedes zweite große Unter- nehmen hat eine eigene Zeitung speziell für Kund*innen (Vorjahr: 42 Prozent). Für welche Werbeziele wurde gedrucktes Dialogmarketing genutzt? 22 Prozent der Unternehmen haben diese Werbe- form hauptsächlich zur Neukund*innengewinnung genutzt, 21 Prozent, um die Bekanntheit aufzubauen. Für das Ziel, Wissen über die eigenen Produkte zu vermitteln (17 Prozent) sowie das Up- und Cross-Selling zu stärken (11 Prozent) wird dieser Kanal am häufigsten verwendet. Bei der Effizienzbewertung liegt gedrucktes Dialogmarketing vor den klassischen Medien: 35 Prozent sehen gedrucktes Dialogmarketing als effizient an. Für einzelne Ziele ist dieser Kanal besonders geeignet: Geht es um Loyalität und Wieder- holungskäufe (49 Prozent) und Weiterempfehlungen (45 Pro- zent), sind gedruckte Dialoginstrumente für die Befragten die effizientesten Werbemittel. Jedes vierte Unternehmen möchte auch künftig mehr auf personalisiertes Dialog marketing setzen. 2021 werden die Spendings auf dem Niveau von 2020 bleiben: 17 Prozent wollen mehr ausgeben, ebenso viele pla- nen Einsparungen. Persönlich adressierte Werbepost und Kund*innenzeitungen dürften von wachsenden Spendings profitieren, ein Rückgang wird bei Katalogen sowie Beilagen in Zeitungen erwartet. Digitales Dialogmarketing wird weiter von wachsenden Spendings profitieren: 27 Prozent wollen 2021 mehr in digitale Dialogwerkzeuge investieren, nur 5 Prozent planen Einsparungen. Vor allem für bezahlte Social Media Werbung und Suchmaschinenmarketing sind größere Etats geplant. 71 Prozent der Unternehmen wollen personalisiertes Online- marketing, 51 Prozent personalisierte E-Mail-Kampagnen verstärkt nutzen. In 2020 sind die Spendings für digitales Dialog marketing von 834 auf 876 Millionen Euro gestiegen. Mit 5 Prozent ist der Zuwachs aber geringer ausgefallen als in den Jahren davor. Während des ersten Lockdowns wurde noch ein Spending-Plus von 12 Prozent prognostiziert. Am stärksten gestiegen sind die Ausgaben für werb liche Newsletter (plus 11 Prozent) auf 50 Millionen Euro und für unternehmenseigene Websites (plus 10 Prozent) auf 208 Millionen Euro. Auch in bezahlte Social Media Werbung (plus 7 Prozent) und Suchmaschinenmarketing (plus 5 Prozent) wurde mehr investiert. Programmatische Werbung hat einen Boost bekommen: 2020 hat sich der Anteil der Nutzer*innen dieser Werbeform auf 8 Prozent verdoppelt. Vor allem Unternehmen mit über 250 Mitar- beiter*innen (23 Prozent) haben bezahlte Social Media Werbung, Suchmaschinenmarketing und Co für sich entdeckt. Knapp 40 Millionen Euro wurden für bezahlte Einträge in Online-Branchenbücher ausgegeben, ein Minus von 9 Prozent. Diese Werbeform verzeichnet auch als einzige digitale Werbeform einen rückläufigen Nutzer*in- nenanteil: 38 Prozent der Unternehmen haben 2020 damit geworben (2019: 44 Prozent). Bei allen anderen digitalen Dialoginstrumenten blieb die Nutzung konstant. Eine eigene Website haben nahezu alle Unternehmen (95 Prozent), damit verzeichnet diese Werbeform den größten Anteil der Nutzer*innen aller Werbekanäle. Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeiter*innen haben verstärkt Display-Werbung (43 Prozent), (Online-)Adver- torials und unternehmenseigene Apps (jeweils 28 Prozent) genutzt. 54 Prozent der Handelsunternehmen sowie 57 Prozent der Tourismusbranche haben E-Mail Newsletter verstärkt genutzt. 20 Prozent der Industriebetriebe nutzten diese – wie auch Social Media Werbung (20 Prozent) – etwas zurückhaltender als im Vorjahr. Für welche Werbeziele wurden digitale Dialogwerkzeuge genutzt? Am häufigsten wurde mit 26 Prozent das Ziel der Neukund*innengewinnung genannt, gefolgt von den Zielen Wissensvermittlung (19 Prozent) und die eigene Bekanntheit aufbauen (17 Prozent). Was die Effizienzeinschätzung betrifft, bewerten Unter- nehmer*innen diesen Kanal in etwa gleich als vor zwei Jahren (70 Prozent): 66 Prozent halten OnlineDialog marketing für effizient. Dialogmarketing Print: Spendings und Anteil der Schaltungskosten Dialogmarketing Online: Spendings und Anteil der Schaltungskosten Aufteilung der externen Kosten Aufteilung der externen Kosten Spendings in Mio. € (gerundet) Spendings in Mio. € (gerundet) externe Kosten (brutto) für Planung/Kreation/Produktion externe Kosten (brutto) für Schaltung/Distribution/Abwicklung externe Kosten (brutto) für Planung/Kreation/Produktion externe Kosten (brutto) für Schaltung/Distribution/Abwicklung Unadressierte Werbepostsendungen Adressierte Werbepostsendungen Kataloge Beilagen in Zeitungen/Zeitschriften Kund*innen- und Mitglieder*innenzeitungen 306 213 198 101 97 Total 915 Mio. € Beilagen in Zeitungen/ Zeitschriften 41% 59% Unadressierte Werbe- postsendungen 34% 66% Adressierte Werbe- postsendungen 47% 53% Kataloge 54% 46% Kund*innen- und Mit- glieder*innenzeitungen 60% 40% Eigene Website Display-Werbung Suchmaschinenmarketing Bezahlte Social Media Werbung Mobile Marketing E-Mail Newsletter Bezahlte Einträge: Online- Branchenbücher/Telefonbuch Unternehmenseigene App Suchmaschinenmarketing 100% Bezahlte Einträge: Online- Branchenbücher/Telefonbuch 100% Eigene Website 100% Display-Werbung 84% 16% Mobile Marketing 80% 20% Bezahlte Social Media Werbung 61% 39% E-Mail Newsletter 54% 46% Unternehmenseigene App 100% Total 876 Mio. € 208 140 78 40 194 140 50 26 Sicht der Unternehmen Customer Journey Dialog Online 15 14 Dialog Print
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