Dialog Marketing Report 2020

40 Flugblätter Flugblätter 41 Sicht der Konsumenten Klassische Werbung Dialog Print Branchenanalyse Sicht der Unternehmen – Flugblätter und Prospekte pushen Verkäufe wirksamer als jede andere Werbeform. – Sehr starker Einfluss auf Lebensmitteleinkauf in allen Altersgruppen. Über diese Produkte informiert man sich durch Flugblätter Bei diesen Produkten beeinflussen Flugblätter die Kaufentscheidung RespondentInnen: 14–69 Jahre alt, Österreich, n=744, Mehrfachnennung möglich RespondentInnen: 14–69 Jahre alt, Österreich, n=744, Mehrfachnennung möglich Wer mit Werbung seinen Verkaufszah­ len einen Höhenflug bescheren möchte, landet mit Flugblättern am häufigsten auf den Einkaufslisten der Konsument-­ Innen. Für 41 Prozent der Befragten sind Flugblätter kaufanregend – das ist der Spitzenwert. Platz 2 geht mit 36 Prozent an das „digitale Äquivalent“ der Flug­ blätter, nämlich Prospektplattformen. Unadressierte Werbepost stellt sogar Printwerbung, die unter den klassischen Medien als am kaufanregendsten gilt, deutlich in den Schatten. Vor allem im Lebensmittelsektor be- einflussen Flugblätter und Prospekte die Kaufentscheidung. Dabei lassen sich Frauen (75 Prozent) öfter als Männer (61 Prozent) inspirieren. Prospekte aus den Bereichen Elektronik/Technik und Bau-/Gartenmärkte regen hauptsäch­ lich Männer zum Kauf an – Flugblätter mit Angeboten für Kosmetik/Drogerie mehr Frauen. Flugblätter von regiona­ len Geschäften beeinflussen die Kauf­ entscheidung von rund einem Viertel der befragten Frauen und Männer. Im ländlichen Raum kommen Flugblätter der Bau- bzw. Gartenmarktbranche sowie der Sportartikelhändler besser an als in der Stadt. Dort sind dafür Elektronik/ Technik und Kosmetik/Drogerie belieb­ tere Flugblatt-Themen als am Land. Die Altersgruppe der 14- bis 29-Jäh­ rigen interessiert sich am meisten für Mode-, Reise- und Elektronik-Flugblätter. Mit dem Alter der EmpfängerInnen steigt das Interesse an Angeboten für den Garten und regionale Geschäfte. Warum Flugblätter und Prospekte Verkaufszahlen pushen, zeigt der Blick auf das Nutzungsverhalten der Konsu­ mentInnen: 9 von 10 EmpfängerInnen lesen Flugblätter und Prospekte. Davon blättern 46 Prozent der EmpfängerInnen Flugblätter durch, 44 Prozent der Emp­ fängerInnen schauen sie in der Regel sogar genauer an. Frauen agieren bei der Flugblattlektüre tendenziell akribischer: Knapp die Hälfte von ihnen lesen sie genauer, von den befragten Männern tun dies 38 Prozent. Verkauf hebt mit Flugblättern ab A – Lebensmittel B – Elektronik/Technik C – Baumärkte/Gartencenter D – Reisen/Urlaub E – Bekleidung/Schuhe F – Regionale Geschäfte G – Möbel H – Kosmetik/Drogerie I – Sportartikel J – Veranstaltungen/Events/Kultur K– Auto und -zubehör L – Nichts davon A 68% B 31% C 30% E 26% G 25% F 25% H 23% D 20% I 16% J 14% K 9% L 10% A 75% B 48% C 44% D 42% E 39% F 39% G 35% H 33% I 29% J 27% K 19% L 1% – 60 Prozent der EmpfängerInnen zeigen Flugblätter und Prospekte ihrem Umfeld. – 84 Prozent nutzen Angebote und Gutscheine aus Flugblättern. So oft werden Flugblätter anderen gezeigt So viel Zeit wird in das Lesen von Flugblättern investiert RespondentInnen: 14–69 Jahre alt, Österreich, n=744 RespondentInnen: 14–69 Jahre alt, Österreich, n=744 Geteilte Freude ist doppelte Freude: Dieses Motto gilt für die Mehrheit der FlugblattempfängerInnen. 60 Prozent von ihnen zeigen Flugblätter anderen Haushaltsmitgliedern, FreundInnen oder Verwandten. 6 Prozent tun dies sehr oft, 15 Prozent oft, 39 Prozent gelegentlich und nur 13 Prozent teilen Flugblätter nie mit anderen. Im Gegensatz dazu hat Social Media Werbung mit 7 Prozent eine deutlich geringere Weitergaberate. Diese hohen Raten gelten, mit kleinen Abweichungen, für alle Altersgruppen und Regionen. Männer sind diesbezüglich mit 55 Prozent aber etwas zurückhalten­ der als Frauen mit 64 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit, dass mit der Zahl der LeserInnen auch die Verkaufs­ zahlen steigen, ist bei Flugblättern hoch: 84 Prozent nutzen Angebote aus Flugblättern. 15 Prozent tun dies sehr oft – 2017 taten dies erst 10 Prozent. Seither ist dieser Wert kontinuierlich gestiegen. Gleichzeitig ist der Anteil jener, die Angebote nie nutzen, von 3 Prozent auf 1 Prozent gesunken. Gratisangebote und Geschenke motivieren besonders die 14- bis 29-jährigen EmpfängerInnen, Flugblätter durchzublättern. Wie viel Zeit wird in die Lektüre von unadressierter Werbepost investiert? 42 Prozent lesen 2 bis 4 Minuten in Flugblättern und Prospekten. 8 Prozent sind in weniger als einer halben Minute fertig, ebenso viele EmpfängerInnen schmökern über 10 Minuten lang. Wer junge Zielgruppen ansprechen will, sollte seine Angebote plakativ und knackig formulieren: Die 14- bis 19-Jährigen sind die schnellsten FlugblattleserInnen – 40 Prozent von ihnen wenden dafür maximal eine halbe Minute auf. Mit dem Alter der EmpfängerInnen steigt die Bereitschaft zum zeitintensiven Konsum dieser Werbemedien: Von den Empfän­ gerInnen ab 40 Jahren setzt sich ein Drittel länger als 5 Minuten mit Flug­ blättern und Prospekten auseinander, bei der Gruppe der über 60-Jährigen sind es fast 40 Prozent. Mehr als die Hälfte der EmpfängerIn­ nen bewahrt Flugblätter und Prospekte bis zu 3 Tage lang auf. 20 Prozent aller EmpfängerInnen werfen sie noch am Tag der Zustellung weg. Wie die Nutzungs­ dauer steigt auch die Aufbewahrungs­ dauer mit dem Alter der EmpfängerInnen: Von den über 40-Jährigen heben immer­ hin mehr als 10 Prozent ihre Flugblätter länger als 6 Tage auf. Geteilte Freude ist doppelte Freude 8% Weniger als eine halbe Minute Länger als 10 Minuten 8% 2 bis 4 Minuten 42% 5 bis 10 Minuten 21% Eine halbe bis 1 Minute 21% 6% Sehr oft 13% Nie 28% Selten 39% Gelegentlich 15% Oft

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