8 VON SÄGESPÄNEN ZU HOLZPELLETS: So werden Pellets hergestellt Herstellung das pellet Bei der Verarbeitung von Holz in Sägewerken werden rund 60 Prozent des Holzes als Schnittholz für den ursprünglichen Verwendungszweck, beispielsweise für die Möbelproduktion oder den Bau von Gebäuden, genutzt. Die verbleibenden 40 Prozent fallen als Nebenprodukte an, darunter Sägespäne und Hackschnitzel. Diese Nebenprodukte bilden die Grundlage für die Herstellung von Holzpellets in 54 Werken im Land und werden so effizient und nachhaltig weiterverwertet. DIE HERSTELLUNG: 1. TROCKNUNG: Die nassen Späne werden getrocknet, wobei die notwendige Wärme meist aus der Verbrennung von Rinde stammt. So wird der Feuchtigkeitsgehalt der Späne auf das ideale Maß reduziert. 2. ZERKLEINERUNG: In einer sogenannten Hammermühle werden die trockenen Späne auf eine einheitliche Größe zerkleinert, um die Weiterverarbeitung zu erleichtern. 3. MISCHUNG: Die Späne werden mit einer geringen Menge Stärke (z. B. aus Mais, Kartoffeln oder Roggen) und Feuchtigkeit vermischt. Diese Zugabe erleichtert das Gleiten der Masse durch die Pelletpresse. 4. REIFUNG: Vor dem Pressvorgang lagern die Späne etwa 20 Minuten in einem Reifebehälter, um die optimale Konsistenz zu erreichen. 5. PRESSUNG: Die vorbereitete Masse wird in der Pelletpresse unter hohem Druck durch Matrizen gedrückt, wodurch die charakteristische zylindrische Form entsteht. Durch die entstehende Wärme wird das im Holz enthaltene Lignin weich, das nach dem Abkühlen als natürlicher Klebstoff die Pelletstruktur stabilisiert. Chemische Bindemittel sind nicht erforderlich. 6. KÜHLUNG UND SIEBUNG: Die durch den Pressvorgang erhitzten Pellets werden mit Luft gekühlt. Ein Sieb trennt die fertigen Pellets von losen Spänen, die anschließend wieder der Produktion zugeführt werden. 7. VERPACKUNG UND TRANSPORT: Schließlich werden die fertigen Pellets entweder in Säcke verpackt oder lose mit Silo-Lkw direkt an Kunden geliefert. Die Herstellung von Holzpellets aus Nebenprodukten der Holzverarbeitung verdeutlicht, wie effizient, nachhaltig und ressourcenschonend Reststoffe genutzt werden können. Der Prozess kombiniert technische Präzision mit einem ausgeprägten Umweltbewusstsein und leistet einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Weiterverwertung der wertvollen Ressource Holz. 40 % SÄGENEBENPRODUKTE: Hackschnitzel 26 % 60% SCHNITTHOLZ Sägespäne 12 % Sonstige 2 % 100 % NADELHOLZ (ohne Rinde) ergeben: Holz ist ein wertvoller Rohstoff, daher wird alles verwendet. © Deutsches Pelletinstitut Holz wird im Sägewerk verarbeitet. Dabei entstehen viele Nebenprodukte wie Säge- und Hobelspäne. Daraus werden Pellets hergestellt.
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