Zum Internetgiganten Facebook gehört nicht nur facebook.com, sondern auch Unternehmen wie Instagram, WhatsApp und Facebook Messenger. Die Content-Marketing-Agentur Styria Content Creation ist einer der größten Facebook-Partner in Österreich. Sarah Weishäupl arbeitet als Online-Marketing-Managerin täglich mit den von Facebook zur Verfügung gestellten Tools und setzt diese gezielt für Kampagnen von Styria-Marken sowie von externen Kunden ein. Wie sie das macht und wo Facebook ihrer Meinung nach in Konkurrenz zu Medienunternehmen tritt, erzählt sie in diesem Kurzinterview.

Du beschäftigst dich sehr intensiv mit Facebook und seinen aktuellen Entwicklungen. Was sind die neuesten Trends, die im Rahmen der alljährlichen Facebook-Konferenz F8 veröffentlicht wurden?

Sarah Weishäupl: Letztes Jahr stand das Thema Video im Mittelpunkt. Das konnte man einerseits an technischen Weiterentwicklungen wie Live- und 360-Grad-Videos erkennen, andererseits an der höheren Gewichtung von Videos im Newsfeed von Facebook. Damit will Facebook die Nutzungsdauer in seinen Apps erhöhen und seine Plattformen für User attraktiver als die Angebote der Konkurrenz – v. a. YouTube und Snapchat – machen.

Technisch stehen die Themen künstliche Intelligenz, Virtual Reality und Connectivity im kommenden Jahr im Vordergrund. Ich glaube aber, dass es noch 1-2 Jahre dauern wird, bevor diese Entwicklungen für User wirklich zu spüren sein werden. Die Details dazu kann man sich hier anschauen.

Facebook ist polarisierend und wird entweder als „Friend“ oder als „Enemy“ von Medien gesehen. Wie ist deine Sichtweise darauf?

Sarah Weishäupl: Das ist wahrscheinlich keine Frage, die man in einem „Kurzinterview“ stellen sollte (lacht). In Hinblick auf die Verteilung von Werbebudgets ist Facebook auf den ersten Blick sicherlich ein Konkurrent. Für Werbetreibende ist die Hemmschwelle sehr niedrig, um mit Werbung auf Facebook anzufangen. Mit wenigen Klicks kann man eine Werbeanzeige anlegen und bereits mit einem Budget von 5 Euro Erfolge erzielen. Daran erinnert Facebook auch seine User immer wieder. Außerdem bietet Facebook exzellente Targeting-Möglichkeiten gepaart mit innovativen Werbeformaten, die extrem nutzerfreundlich sind und User kaum stören.

Was Facebook aber nicht kann ist selber Inhalte zu erstellen. Und ohne Inhalte haben User keinen Grund, tagtäglich immer wieder ihren Newsfeed zu aktualisieren. Meiner Meinung nach sollte man als Publisher Facebook als riesige Chance betrachten, um seinen Content dort zu platzieren, wo er von Usern gefunden wird. Facebook-Postings sehe ich dabei als wichtiges Marketing-Tool zur Verbreitung journalistischer Inhalte. Und dass gezielt platzierte Werbung auf Facebook erfolgreich ist, können wir auch aus eigener Erfahrung bestätigen.

Kannst du uns einen Einblick in ein paar spannende Kampagnen geben, die deine Abteilung in der Styria Content Creation, die Digital Performance Unit (DPU), betreut?

Sarah Weishäupl: In der DPU kümmern wir uns primär um die Umsetzung von erfolgreichen Marketing-Kampagnen für Styria-Marken und externe Kunden. Facebook-Erfolge sind also v. a. Erfolge der Social-Media- und Marketing-Verantwortlichen der jeweiligen Marken – und dass, obwohl diese meist auch noch tausend andere Dinge zu tun haben als sich nur um Facebook zu kümmern.

Ein gutes Beispiel für erfolgreiches Facebook-Marketing ist eine Kampagne, die meine Kollegin Doris Jany in enger Abstimmung mit dem Lesermarketing der Kleinen Zeitung umsetzt. Für uns ist es immer wichtig, vorab ein messbares Ziel zu definieren, denn nur so ist es möglich, am Ende einer Kampagne auch beurteilen zu können, ob diese ein Erfolg war. In diesem konkreten Fall geht es darum neue Testleser für die Kleine Zeitung zu gewinnen. Dazu setzen wir das Werbeformat „Lead-Ads“ ein. Der größte Vorteil an diesem Format ist, dass die Daten, die Facebook vom User bereits hat, automatisch vorausgefüllt werden. So kann der User mit ganz wenigen Klicks ein Testabo abschließen. Die Conversionraten sind sehr überzeugend und das Lesermarketing kann die generierten Kontaktdaten weiterbearbeiten, um so zahlende Leser für die Kleine Zeitung zu gewinnen.

Andere Kampagnenziele sind z. B. Teilnehmer für Gewinnspiele zu generieren, damit die Datensätze anschließen gewinnbringend verwendet werden können. Auch neue Nutzer für Apps zu gewinnen ist ein häufiges Ziel. Über Facebook-Kampagnen installieren User die App und durch spannenden Content in den Apps werden User an diese gebunden.

Bei Interesse an solchen Performancekampagnen beraten wir gerne und beantworten offene Fragen via E-Mail oder telefonisch unter 01 60117 0.