Digitale Inhalte sind heute untrennbar mit Videos verbunden.

Video-Content bewegt die Menschen emotional, und Marketer reagieren mit steigenden Spendings. Um beide Seiten zu begeistern, braucht es originelles Storytelling und ergänzend die technischen Voraussetzungen, die sich auf vielen Ebenen über die Jahre entwickelt und verbessert haben, wie einfachere CMS, höhere Datenübertragung, bessere Devices und reduzierte Produktionskosten. Das alles macht es für Publisher immer attraktiver, Video stärker einzusetzen und als sinnvolle Ergänzung zum Text zu integrieren.

Die österreichische News-Premium-Marke „Die Presse“ ist das beste Beispiel, warum ein experimenteller Zugang kombiniert mit einer Customer Centricity-Strategie, die ideale Voraussetzung für eine exponentielle Monetarisierung von Video-Content ist.

Die Presse“, die im Netzwerk Österreichs größter Vermarktungsgemeinschaft styria digital one (sd one) mitvermarktet wird, konnte ihr Pre-Roll-Inventar von 300.000 Impressions im Jahr 2016 auf 31 Mio. im letzten Jahr steigern. Video macht nunmehr 10% der Digital-Umsätze der sd one aus.

Bei der WAN-IFRA-Konferenz „Digital Media Europe“ Anfang April in Wien präsentierte Alexis Johann, Geschäftsführer der Styria Content Creation, Teil der Styria Media Group, und Managing Partner & Executive Behavioral Designer bei FehrAdvice & Partners, gemeinsam mit Kai Henniges, CEO von Video Intelligence, wie sich Video-Nachrichten monetarisieren lassen.

„Die Presse“ habe in den vergangenen sechs Jahren wie viele andere Medien durch ihre Videostrategie Geld verloren, sagt Johann. Der 170-jährige Zeitungsverlag stand vor der Herausforderung, Videoinhalte schnell zu produzieren und zu veröffentlichen, um aktuelle Nachrichten zu begleiten. Alles, was länger als 60 Minuten dauerte, nachdem ein Artikel veröffentlicht wurde, sei zu lang. Außerdem waren nur rund 10% der Journalisten der „Presse“ von Videonachrichten und deren Erstellung begeistert. Selbst mit einem zentralisierten Videoteam

war es schwierig, Inhalte zu skalieren, um relevante Einnahmen aus Pre-Rolls zu erzielen.

Im vergangenen Jahr hat „Die Presse“ dies jedoch umgekehrt. Sie konnte ihre jährlichen Pre-Roll-Impressionen von 300.000 im Jahr 2016 auf über 31 Millionen im Jahr 2018 erhöhen, seit sie mit der Videoplattform Video Intelligence zusammenarbeitet, die kontextuell relevante Scroll-to-play-Videos für Artikel liefert. Da die Videoinhalte eher kontextbezogen sind als eine exakte Übereinstimmung der Story, sind sie mehr additiv als repetitiv, was gut bei den Usern ankommt. Und da die Videos stummgeschaltet starten, fühlen sich die User durch die Scroll-to-play-Funktion auch nicht gestört. „Die Presse“ befragte 500 ihrer Leser zur Integration von Videos auf ihrer Website und stellte fest, dass über 60% gerne mehr dieser Videos sehen würden, und 50% die Nachrichtenartikel durch die Positionierung der Videos sogar attraktiver fanden.

Die ursprüngliche Überzeugung, dass wir niemals Scroll-to-play einführen dürfen und Text- und Videoinhalte genau übereinstimmen müssen, haben wir abgelegt. Inserenten sagten uns, dass sie nicht mit Scroll-to-play arbeiten können. Und Redakteure waren überzeugt, dass die Nutzer Scroll-to-play abstrafen würden. Wir wissen jetzt, dass diese Überzeugungen nicht wahr sind.
Alexis Johann

Alexis Johann

Daher plant die styria digital one die Zusammenarbeit mit Video Intelligence auch auf andere Portale im Netzwerk auszuweiten.

Mehr Details im Whitepaper (englisch)

 
 
 

Englischer Original-Artikel auf Digiday, UK

Global-Blog-Beitrag der WAN-IFRA